„Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt.
Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören.“
Zitat aus „DEMIAN“ von Hermann Hesse.
Möglichkeitsdenken beschreibt sich als ein Denken in und für Möglichkeiten. Eine Art "Raumeroberungskonzept".
Möglichkeitsdenken ist also eine Denkart, also ein Prinzip oder besser - ein Denkweg abseits vorgefertigter Trampelpfade.
Als Konzept eignet sich "Möglichkeitsdenken" für selbstbestimmte und selbstgesteuerte Lernprozesse.
Dabei geht es um nichts Geringeres als die kreative Selbstbestimmung. Diese zeichnet sich vor allem durch die bewusste Setzung, individuell unterschiedlicher Haltungen und der Setzung „Normalität“ aus, - mit dem Ziel die eigenen Handlungsmöglichkeiten viabel zu erweitern bzw. das Herausbilden von persönlichen Handlungsvarianzen zu begünstigen.
Besonders hilfreich bewährt sich diese Vorgangsweise bei der Umsetzung konstruktivistischer Lernprozesse.
Möglichkeitsdenken ist also kein statisches lineares Denken. Und bietet als Konzept keine 1-2-3 Checklistenmethoden als Handlungsanleitung oder eine standardisierte Selbsttäuschungsanleitung für den Entwurf einer sichern Zukunft.
Möglichkeitsdenken richtet sich klar gegen ein mechanistisch fremd gesteuertes Denken und Handeln. Die Konzeptkonstruktion berücksichtigt konstruktivistische und systemische Erkenntnistheorien.
Möglichkeitsdenken zeichnet sich also durch einen starken Gestaltungs- Schöpfungswillen aus - und der Kunst diesen zu bändigen aber auch zu pflegen. So entstehen die dringlich notwendigen Zugänge für Handlungsmöglichkeiten, jenseits der Psychosonderangebote und pädagogischen und sozialen Heilslehren.

